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21.03.05

Das Image der Schweiz

Zuerst ein paar Worte zum Wetter: Ende letzte Woche wurde hier so richtig der Frühling spürbar. Es herrschten Temperaturen um die 22 Grad, so dass man ruhig mit dem T-Shirt auf die Strasse konnte. Hab in meinen langen Jeans sogar richtig geschwitzt und mir so meine Gedanken darüber gemacht, wie es wohl im Mai/Juni sein wird... . Wer Abkühlung suchte, begab sich an den Strand, wo ein frischer Wind für Erfrischung sorgte. Die Vorfreude auf die warmen Tage, die kurzen Röcke (*g*), das Strandleben, etc. ist gross. Aber hab auch meine Bedenken, dass es vielleicht ein wenig zu heiss werden könnte... . Lassen wir uns überraschen und machen wir das Beste daraus!

In den vergangenen Wochen habe ich mich mit einigen Leuten über die Schweiz unterhalten. Es ist schon lustig, was man da so alles erfährt. Zuerst einmal verwechseln nicht nur die Amis Schweden und die Schweiz; nein, auch die Iren tun dies. Wenn die Leute Schweiz hören kommt ihnen in erster Linie Käse, Schokolade, Banken (oder allgemein Geld), Heidi (!) und die Neutralität in den Sinn. Diese Neutralität scheint doch einige Bauchschmerzen zu verursachen. So musste ich einige hitzige Wortgefechte führen, um den Standpunkt der Neutralität zu erklären und teilweise auch zu verteidigen. Besonders wenn es um die Frage des Krieges geht, fordern viele von uns einen klareren Standpunkt. Hab gemerkt, dass es ein ziemlich heikles Thema ist. Neben den Schweiz-Kritikern gibt es aber auch einige, welchen die Art und Weise der Schweizer ganz gut gefällt. Besonders beeindruckend scheint die Spachenvielfalt zu wirken. Für die Spanier interessant ist die Frage, wie das Verhältnis Kantone-Bund ist, war und sich entwickeln wird. Jaja, für Gesprächsstoff beim Thema Schweiz ist gut gesorgt... .

Hier haben die Ferien begonnen (bis am nächsten Montag). Deshalb wünsche ich bereits jetzt allen frohe Ostern und viel Glück bei der Suche nach dem Osterhasen!!

@oli und beni: auch in Norwegen und Russland wird es wärmer...

Posted by Bruno at 17:58 | Comments (2)

15.03.05

Der Mensch - ein Gewohnheitstier

Vorletzte Woche habe ich einen kleinen Abstecher in die Schweiz gemacht. Es ist schon unglaublich, wie schnell sich der Mensch an irgendetwas gewöhnt. Dies wurde mir beim und nach dem "Besuch" in der Schweiz bewusst. Natürlich habe ich mich gefreut, wieder mal zurück ins Heimatland zu reisen. Bekannte Gesichter sehen, "Walliserditsch" reden, mit Kollegen ein Bierchen trinken. Und natürlich war da der Quer-Besuch, ein wirklich bleibendes Erlebnis! Aber zurück zu den Gewohnheiten. Mein Flug hatte zwei Stunden Verspätung und so landete ich kurz vor zehn Uhr (Abends) in Genf. Dort habe ich - wie könnte es anders sein - auch den Zug in Richtung Fribourg um knappe zehn Minuten verpasst. Also nochmals eine Stunde warten. Man kann es kaum glauben, aber um 22.00 Uhr am Flughafen in Genf läuft genau nichts mehr: kein Restaurant hat mehr offen, die Anzahl Leute lässt sich an einer Hand abzählen und es ist wirklich fast gespenstisch still für einen sonst so belebten Ort wie den Flughafen. Da bin ich mir in Barcelona schon anderes gewöhnt: Abends zwischen 10 und 11 Uhr ist die Metro meist ziemlich voll, die Leute halten sich in den Strassen auf, diskutieren in einer der unzähligen Bars bei einem cerveza über die wohl wichtigste Sache der Welt (nicht was ihr denkt, tststs. Natürlich über Fussball, im Speziellen über Barça) oder man führt den Hund Gassi. Um zehn Uhr blüht die Stadt nochmals so richtig auf! So kam ich mir in Genf schon ein bisschen verlassen vor... . Dann zurück in Fribourg in der Wohnung: Wau, ist die gross!! Unblaublich, ich hab in den fünf Wochen vergessen, wie gross die Wohnung ist, hab mich bereits an die etwas kleineren Zimmer in Spanien gewöhnt. Im Weiteren sind mir besonders die berühmte CH-Sauberkeit und die wohl noch berühmtere CH-Pünktlichkeit aufgefallen. Davon könnten sich die Spanier ruhig auch was abschauen. Aber auch "the spanish way-of-live" ist in Ordnung, man muss sich halt daran gewöhnen :-) Was ich als unglaublich schön empfunden habe war, als es am Samstag Abend so richtig dicke Schneeflocken geschneit hat. Alles war mit einer weissen Schicht bedeckt. Der Schnee ist definitv etwas, das ich vermissen würde. Ebenso so sehr, wie ich mich auf die Rückkehr in die Schweiz gefreut habe, habe ich mich nach dem Wochenende auf die Rückkehr nach Barcelona gefreut. Fühle mich inzwischen in Barcelona halt schon ein wenig wie zu Hause... . Jetzt müsst nur noch ihr lieben Menschen nach Barcelona ziehen uns es ist perfekt :-) ¡Gschpassji!

Apropos, endlich hab ich entdeckt, wie sich "ö, ü, ä" auf dieser Tastatur schreiben lassen. Ab sofort kann ich also den Filzstift zu Hause lassen :-) (gäll nummu Oli)

Wünsche allen zusammen eine gute Zeit! Hasta luego, Bruno

Posted by Bruno at 20:56 | Comments (0)

01.03.05

¡Eine Stadt steht Kopf!

Letzte Woche fand bekanntermassen das Champions-League Spiel Barça-Chelsea hier in Barcelona statt. Was da abging ist unglaublich. Man stelle sich vor, dass gegen 100'000 Personen sich dieses Spiel im hiesigen Fussballstadion Camp Nou ansahen. Zum Vergleich: Das Oberwallis zaehlt ca. 80'000 Einwohner. So kann man sich ungefaehr vorstellen, was hier los war. Eigentlich hatten wir an besagtem Abend von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr Vorlesung. Gerade mal eine Handvoll Studenten wartete im Vorlesungssaal auf den Professor, bis es um halb acht hiess, dass die Vorlesung nicht stattfinden werde. Ob nun der Prof den Fussballmatch der Vorlesung vorzog oder ob ihm wirklich was dazwischengekommen ist - wer weiss... . Die Raeumlichkeiten der Wirtschaftsfakultaet befinden sich in der Naehe des Stadions. Was sich da abspielte koennte Teil eines Films sein. Ueberall auf der Strasse, auf dem Vorplatz der Universitaet, auf dem Zugang zur Metro, in Parks etc. wurden Autos parkiert. Das Highlight bildete eine Gruppe junger Maenner, welche ein kleines Auto ein bisschen auf die Seite hieften, um fuers eigene Platz zu haben. Wer nicht ueber das noetige Kleingeld fuer ein Ticket verfuegte - nach Angaben mehrerer Einheimischer immerhin ca. 300 Euro - musste Vorlieb nehmen in einer der unzaehligen aber dennoch ueberfuellten Bars. Oder man schaute sich das Spiel einfach ganz gemuetlich zu Hause bei einem Bierchen an :-)

Gestern geschah, was eigentlich nicht geschehen sollte: es hat geschneit in Barcelona! Nach Angaben meiner Mitbewohnerin ist das ein aeusserst rares Ereignis. Juhui, ich wurde Zeuge davon :-) Im Vorfeld meines Auslandaufenthaltes habe ich mit Cristina aus Barcelona gesprochen und ich hab sie gefragt, ob es auch in Barcelona so was wie Winter gibt und ob ich so richtige Winterkleider mitnehmen soll. Bin ich froh, hat sie mich schon damals von meiner Illusion eines immerfreundlichen, warmen, strandwetterherrschenden Barcelona etwas weggebrungen hat... . Hier sind Verhaeltnisse wie sie Oli im hohen Norden erlebt:

Kumpel 2


Inzwischen habe ich auch versucht, etwas betreffend den Photos zu organisieren. Mal schauen, ob es klappt... . O.K., die Qualitaet ist nicht gerade spitze. Aber das Preis-Leistungsverhaeltnis stimmt nicht schlecht. Vielleicht liegt's auch am Photographen :-) Anyway, viel Spass!

¡¡¡Erste Photos online!!!

¡¡Zweite Serie ebenfalls aufgeschaltet!!


Da ich am Donnerstag einen kleinen Abstecher in die CH mache, muesst ihr auf den naechsten Eintrag etwas laenger warten. Aber er kommt bestimmt :-)

Posted by Bruno at 13:52 | Comments (1)