« Jaja, es gibt mich noch... | Main | Rückblick »

02.07.05

Alles hat ein Ende..(nur die Wurst hat zwei)

Heute melde ich mich zum letzten Mal aus Barcelona. Am Abend geht mein Studienaufenthalt hier zu Ende. Bevor ich die letzten fünf Monate resümiere zuerst noch ein Beitrag mit den News der vergangenen Wochen.

An der Uni fanden im Juni die verschiedenen Prüfungen statt. Da herrschte vor allem in den Bibliotheken Hochbetrieb. Und es ist nicht anders als in der Schweiz: wer zu spät kommt (oder besser zu spät aufsteht), der hat es schwer einen Platz zu finden. Dafür kann man hier zwischen zwei Bibliotheken auswählen: eine mit Klimaanlage (Pulli nicht vergessen, brrrr..) und eine ohne (schwitz, schwitz). Ich weiss bis heute noch nicht, was besser ist. Die Prüfungsorganisation hier ist um einiges besser als in Fribourg. Bereits kurz nach Semesterbeginn stehen die Prüfungstermine fest. Das ist für die Wahl der Fächer hilfreich. Auch die Prüfung selber läuft unkomplizierter ab. Man findet sich 10 Minuten vor der Prüfung im Saal ein und setzt sich irgendwo hin (einfach immer einen Platz dazwischen frei lassen). Wenn's nicht für alle Platz hat nimmt man einfach den nächsten Vorlesungssaal, basta. Dann schreibt man die Prüfung und am Schluss bei der Abgabe identifiziert man sich mit der Studentenkarte. Circa eine Woche später werden die Resultate ausgehängt. So einfach könnte es gehen... . Ein weiterer positiver Punkt der Uni ist die Druckerei. Sämtliche Dossiers können dort zu einem vernünftigen Preis gekauft werden. Damit erübrigt sich das zeitaufwendige Ausdrucken. Ach ja, im Mai wurde ein neuer Rektor gewählt - grossartig! Jeder Student kann an der Urne wählen gehen. Die Kandidaten werben im Vorfeld der Wahl mit Plakaten und Infoveranstaltungen für sich und ihr Programm. Die Wahl des neuen Rektors (wohl Nichtraucher) zeigt auch schon erste Wirkung: mit Plakaten wird versucht, die Raucher an spezielle Rauchzonen zu bewegen. Bis jetzt mit geringem Erfolg - es wird immer noch überall geschlotet.

Am 23. Juni wurde in Katalonien San Juan und damit die kürzeste Nacht gefeiert. Schon einige Tage im Voraus fanden Kinder Spass daran, stundenlang Petarden zu zünden. In der Nacht des 23. erreichte der 'Krach' seinen Höhepunkt, es wurde Petarde um Petarde gezündet. Die machen einfach nur Krach, kein farbenfrohes Feuerwerk, nichts. Meiner Meinung nach ein Seich, aber sowohl die kleinen als auch die grösseren Kinder hatten eine Menge Spass dabei. Wir haben San Juan zuerst zu Hause mit einem Nachtessen gefeiert. Der Name 'Nachtessen' ist wirklich angebracht: Wir assen abends kurz nach zwölf Uhr! Nach einem wirklich ausgezeichneten Essen (Dank an Meris Mutter, stand wohl den ganzen Tag in der Küche und konnte dann nicht mal mitessen)machten wir uns um drei Uhr auf an den Strand. Was da abging war unglaublich. Die Metro war fast voll, es wurde gesungen, getrunken, getanzt. Am Strand angekommen traute man seinen Augen kaum: Er war gefüllt mit rund 140 000 jungen Leuten. Auch hier wurde getanzt, getrunken, gesungen, gebadet und noch andere Sachen gemacht - eine riesen Strandparty. Um sechs Uhr kam dann eine Polizeikaravane angerollt (ca. 40 Polizeifahrzeuge in einer Reihe mit Blaulicht) und räumte den Strand. Später rückten dann die Kehrichtmänner an. Und das war bitter nötig! Der Strand hat einem einzigen Abfallhaufen geglichen... .

Wieder einmal durfte ich im Camp Nou ein Highlight meines Aufenthaltes erleben. Nach dem Spitzenspiel FCB-Getafe und der Meisterfeier stand diesmal der Museumsbesuch mit Führung an. Die Führung erlaubt den Zutritt zu allen möglichen Räumlichkeiten des Stadions: Umkleidekabine, Kappelle, Trainerbank, Presseraum, Kommentatorenkabinen, VIP-Zone, Tribüne, Ehrengalerie und schliesslich das Museum des FCB (soll eines der grössten Sportmuseen sein). Dort gibt es viele interessante Sachen zu entdecken. Die über 100-jährige Geschichte des Vereins wird mit Bildern, Gegenständen aller Art (alte Fussbälle, Stulpen, Schuhen etc.) und mit all den gewonnen Titeln aufgezeigt. Ein Museum, wo man sich stundenlang aufhalten kann und viel Wissenswertes erfährt. Der Gründervater des Vereins war beispielsweise Schweizer. Man erfährt, wer alles schon beim FCB gespielt hat (Maradona, Cruyf, Ronaldo, etc.) und dass es auf jedem Kontinent Fanclubs hat (von denen gibt's hunderte, alleine die Schweiz hat mindestens drei). Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! Daneben kann man sich im FCB-Megastore mit allen möglichen und unmöglichen Souvenirs eindecken. Von normalen Fussballshirts, Hosen, Stulpen, Schuhe über die üblichen Tassen, Teller, Gläser, Bleistifte bis zu den eher ungewöhnlichen Tangas, Boxershorts, Bademäntel, Pommes-Chips etc. gibt es wirklich alles für den FCB-Fan. Der Megastore verdient seinen Namen - er ist wirklich riesig und der Rubel oder besser der Euro rollt. Es ist unglaublich wie das Geschäft läuft. Ich bin überzeugt, dass alleine der Verkauf von Fanartikeln einige hundert Millionen Franken einbringt. Da kann man ruhig auf einen Leibchensponsor verzichten (ist wohl das einzige Profi-Team ohne Sponsor, oder?).

Das war's von mir aus Barcelona. Ich werde mich nächstens noch mit einem Fazit und neuen Fotos hier melden. Bis bald in der Schweiz! Bruno

Posted by Bruno at 02.07.05 13:10

Comments

Post a comment




Remember Me?